21.05.2026 / Auf der Couch mit... Gute Möbel sind wie gutes Essen

Jehs + Laub über ihre Zusammenarbeit mit COR

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Das Designerduo Markus Jehs und Jürgen Laub im Sengfelder Studio München
Das Designerduo Markus Jehs und Jürgen Laub im Sengfelder Studio München

Seit über 30 Jahren prägen Markus Jehs und Jürgen Laub mit ihrem in Stuttgart beheimateten Studio Jehs + Laub das internationale Möbeldesign. Für Hersteller wie COR, Cassina, oder Fritz Hansen entwickeln sie Entwürfe, die sich durch Klarheit, außergewöhnlichen Komfort und eine gewisse Selbstverständlichkeit auszeichnen.

Seit über 30 Jahren prägen Markus Jehs und Jürgen Laub mit ihrem in Stuttgart beheimateten Studio Jehs + Laub das internationale Möbeldesign. Für Hersteller wie COR, Cassina, oder Fritz Hansen entwickeln sie Entwürfe, die sich durch Klarheit, außergewöhnlichen Komfort und eine gewisse Selbstverständlichkeit auszeichnen.

Besonders eng verbindet Jehs + Laub die Zusammenarbeit mit COR. Aus dieser langjährigen Partnerschaft entstanden Entwürfe wie Jalis, Cordia Lounge oder zuletzt Kagu - Möbel, die zeigen, dass viel Entwicklung, Präzision und Verständnis für Materialien hinter scheinbar selbstverständlicher Gestaltung steckt.

Im Gespräch mit Dominik Sengfelder sprechen Markus Jehs und Jürgen Laub über die DNA von COR, über die Entstehung von ikonischen Entwürfen, über zufällige Ideen, die zu entscheidenden Details wurden – und darüber, warum gute Möbel ähnlich wie gutes Essen sind.

Dominik Sengfelder: Sie arbeiten inzwischen seit vielen Jahren mit COR zusammen. Wie entstand diese Zusammenarbeit ursprünglich?

Markus Jehs: Das war Anfang der 2000er. Wir haben Leo Lübke damals bei einer Veranstaltung in Stuttgart kennengelernt. Zu dieser Zeit arbeiteten wir intensiv mit Cassina zusammen und wollten eigentlich keinen direkten Konkurrenzkonflikt. Deshalb sagten wir zunächst: Für COR eher nicht, aber vielleicht für Interlübke, hier hätten wir Ideen für Kastenmöbel. Leo Lübke sah das anders. Er wollte uns unbedingt für die COR-Kollektion haben. Wirklich konkret wurde es dann später bei einem Frühstück in New York mit Leo und Ulrike Lübke. Dort entstand das erste Briefing - und daraus schließlich unser erstes Sofa für COR: „Kuvert“.

Dominik Sengfelder: „Kuvert“ war allerdings noch nicht der große Erfolg.

Jürgen Laub: Nein, überhaupt nicht. Das Konzept war sehr konsequent gedacht: ein Sofa aus der Idee eines Briefkuverts heraus. Sehr geradlinig, sehr grafisch, fast streng. Eigentlich passte das damals gut zu COR, weil die Marke selbst noch stärker aus dieser klaren, objektigen Richtung kam. Aber kommerziell war das nicht erfolgreich.

Markus Jehs: Parallel arbeiteten wir aber bereits an „Jalis“. Und weil das dann so gut funktionierte, war das erste Sofa schnell vergessen. Das zeigt auch: Eine Zusammenarbeit braucht Zeit. Man muss die Kultur und DNA einer Marke erst wirklich verstehen lernen und darf nicht schnell eine Partnerschaft aufgeben.

Besonders eng verbindet Jehs + Laub die Zusammenarbeit mit COR. Aus dieser langjährigen Partnerschaft entstanden Entwürfe wie Jalis, Cordia Lounge oder zuletzt Kagu - Möbel, die zeigen, dass viel Entwicklung, Präzision und Verständnis für Materialien hinter scheinbar selbstverständlicher Gestaltung steckt.

Im Gespräch mit Dominik Sengfelder sprechen Markus Jehs und Jürgen Laub über die DNA von COR, über die Entstehung von ikonischen Entwürfen, über zufällige Ideen, die zu entscheidenden Details wurden – und darüber, warum gute Möbel ähnlich wie gutes Essen sind.

Dominik Sengfelder: Sie arbeiten inzwischen seit vielen Jahren mit COR zusammen. Wie entstand diese Zusammenarbeit ursprünglich?

Markus Jehs: Das war Anfang der 2000er. Wir haben Leo Lübke damals bei einer Veranstaltung in Stuttgart kennengelernt. Zu dieser Zeit arbeiteten wir intensiv mit Cassina zusammen und wollten eigentlich keinen direkten Konkurrenzkonflikt. Deshalb sagten wir zunächst: Für COR eher nicht, aber vielleicht für Interlübke, hier hätten wir Ideen für Kastenmöbel. Leo Lübke sah das anders. Er wollte uns unbedingt für die COR-Kollektion haben. Wirklich konkret wurde es dann später bei einem Frühstück in New York mit Leo und Ulrike Lübke. Dort entstand das erste Briefing - und daraus schließlich unser erstes Sofa für COR: „Kuvert“.

Dominik Sengfelder: „Kuvert“ war allerdings noch nicht der große Erfolg.

Jürgen Laub: Nein, überhaupt nicht. Das Konzept war sehr konsequent gedacht: ein Sofa aus der Idee eines Briefkuverts heraus. Sehr geradlinig, sehr grafisch, fast streng. Eigentlich passte das damals gut zu COR, weil die Marke selbst noch stärker aus dieser klaren, objektigen Richtung kam. Aber kommerziell war das nicht erfolgreich.

Markus Jehs: Parallel arbeiteten wir aber bereits an „Jalis“. Und weil das dann so gut funktionierte, war das erste Sofa schnell vergessen. Das zeigt auch: Eine Zusammenarbeit braucht Zeit. Man muss die Kultur und DNA einer Marke erst wirklich verstehen lernen und darf nicht schnell eine Partnerschaft aufgeben.

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Sofa Jalis

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Cocktailsessel Shrimp

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Sessel Cordia Lounge

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Sessel Jalis Lounge

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Bank Mell

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Armlehnstuhl Jalis

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Barhocker Alvo

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Armlehnstuhl Kagu

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Sofa Elm

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Couchtisch Sting

Dominik Sengfelder: Was macht die DNA von COR aus?

Jürgen Laub: COR hat immer eine gewisse Straffheit. Die Möbel sollen weich und bequem sein, aber trotzdem über Jahre gut aussehen. Das ist ein großer Unterschied. Andere Hersteller arbeiten viel lockerer oder weicher. Bei COR geht es stärker um Präzision im Polster.

Dominik Sengfelder: Und genau das mussten Sie erst lernen?

Jürgen Laub: Absolut. Bei Polstermöbeln arbeitet man völlig anders als etwa bei Kunststoff oder Holz. Man formt mit Nähten, Einzügen und Spannung. Das Interessante war für uns immer zu beobachten, wie Designer wie Vico Magistretti bei Cassina gearbeitet haben. Er hat Polster nicht einfach nebeneinandergesetzt, sondern bearbeitet, gefaltet, eingezogen. Dadurch entstand Spannung und Charakter.

Markus Jehs: Genau daraus entstand letztlich auch die Idee von „Jalis“. Wir wollten ein Sofa entwickeln, das aussieht wie ein gefaltetes Kissen.

Dominik Sengfelder: Was macht die DNA von COR aus?

Jürgen Laub: COR hat immer eine gewisse Straffheit. Die Möbel sollen weich und bequem sein, aber trotzdem über Jahre gut aussehen. Das ist ein großer Unterschied. Andere Hersteller arbeiten viel lockerer oder weicher. Bei COR geht es stärker um Präzision im Polster.

Dominik Sengfelder: Und genau das mussten Sie erst lernen?

Jürgen Laub: Absolut. Bei Polstermöbeln arbeitet man völlig anders als etwa bei Kunststoff oder Holz. Man formt mit Nähten, Einzügen und Spannung. Das Interessante war für uns immer zu beobachten, wie Designer wie Vico Magistretti bei Cassina gearbeitet haben. Er hat Polster nicht einfach nebeneinandergesetzt, sondern bearbeitet, gefaltet, eingezogen. Dadurch entstand Spannung und Charakter.

Markus Jehs: Genau daraus entstand letztlich auch die Idee von „Jalis“. Wir wollten ein Sofa entwickeln, das aussieht wie ein gefaltetes Kissen.

Designerduo Jürgen Laub und Markus Jehs im Gespräch mit Dominik Sengfelder im Sengfelder Studio München
Designerduo Jürgen Laub und Markus Jehs im Gespräch mit Dominik Sengfelder im Sengfelder Studio München

Dominik Sengfelder: Klingt einfach – war es vermutlich aber nicht.

Markus Jehs: Überhaupt nicht. Der erste Prototyp sah aus wie ein Schlauchboot. COR polsterte damals sehr prall, aber ein echtes Kissen funktioniert ja anders. Durch die Schwerkraft sackt es unten etwas ab, oben wird es leichter. Genau dieses Verhalten mussten wir erst in den Schaumstoff übersetzen.

Jürgen Laub: Also standen wir irgendwann mit echten Kissen und diesen großen Schaumstoffmessern in der Werkstatt direkt vor Ort in Rheda-Wiedenbrück und modellierten alles von Hand. Das war fast Bildhauerei.

Dominik Sengfelder: Gerade das macht Ihre Möbel oft so besonders: Sie wirken technisch durchdacht und gleichzeitig selbstverständlich.

Markus Jehs: Das liegt stark an den Herstellern. Jede Firma hat ihre eigenen Techniken, ihre Kultur und ihre Tradition. Deshalb sieht ein Entwurf für COR am Ende anders aus als für Fritz Hansen oder Cassina.

Dominik Sengfelder: Klingt einfach – war es vermutlich aber nicht.

Markus Jehs: Überhaupt nicht. Der erste Prototyp sah aus wie ein Schlauchboot. COR polsterte damals sehr prall, aber ein echtes Kissen funktioniert ja anders. Durch die Schwerkraft sackt es unten etwas ab, oben wird es leichter. Genau dieses Verhalten mussten wir erst in den Schaumstoff übersetzen.

Jürgen Laub: Also standen wir irgendwann mit echten Kissen und diesen großen Schaumstoffmessern in der Werkstatt direkt vor Ort in Rheda-Wiedenbrück und modellierten alles von Hand. Das war fast Bildhauerei.

Dominik Sengfelder: Gerade das macht Ihre Möbel oft so besonders: Sie wirken technisch durchdacht und gleichzeitig selbstverständlich.

Markus Jehs: Das liegt stark an den Herstellern. Jede Firma hat ihre eigenen Techniken, ihre Kultur und ihre Tradition. Deshalb sieht ein Entwurf für COR am Ende anders aus als für Fritz Hansen oder Cassina.

Jürgen LaubJürgen Laub

Wir sind immer auf der Suche nach Alternativen in der Kollektion und nicht nach Varianten.

Dominik Sengfelder: Für COR fast ungewöhnlich ist der „Kagu“-Stuhl für COR. War hier das Material Holz von Anfang an gesetzt?

Markus Jehs: Ja, weil Leo Lübke schon lange gesagt hat: „Macht uns endlich mal einen Holzstuhl.“ Die spannende Frage war aber: Wie sieht ein Holzstuhl für COR aus? Er musste bequem sein, technisch raffiniert und trotzdem leicht wirken.

Jürgen Laub: Wir sind immer auf der Suche sind nach Alternativen in der Kollektion und nicht nach Varianten. Der „Kagu“ sollte runder, weicher und fast sesselartig wirken, aber trotzdem die typische COR-Bequemlichkeit haben.

Markus Jehs: Die Konstruktion funktioniert eigentlich nur im Zusammenspiel. Die gepolsterte Schale hängt frei im Holzgestell und federt dadurch mit. Würde man beide Elemente getrennt betrachten, würden sie nicht funktionieren. Erst gemeinsam entstehen die Stabilität und der Komfort.

Jürgen Laub: Und manches entsteht tatsächlich zufällig. COR hatte bei einem Prototyp zwei Schrauben vergessen – plötzlich federte der Rücken leicht mit. Da haben wir sofort gesagt: Genau so lassen wir das.

Dominik Sengfelder: Für COR fast ungewöhnlich ist der „Kagu“-Stuhl für COR. War hier das Material Holz von Anfang an gesetzt?

Markus Jehs: Ja, weil Leo Lübke schon lange gesagt hat: „Macht uns endlich mal einen Holzstuhl.“ Die spannende Frage war aber: Wie sieht ein Holzstuhl für COR aus? Er musste bequem sein, technisch raffiniert und trotzdem leicht wirken.

Jürgen Laub: Wir sind immer auf der Suche sind nach Alternativen in der Kollektion und nicht nach Varianten. Der „Kagu“ sollte runder, weicher und fast sesselartig wirken, aber trotzdem die typische COR-Bequemlichkeit haben.

Markus Jehs: Die Konstruktion funktioniert eigentlich nur im Zusammenspiel. Die gepolsterte Schale hängt frei im Holzgestell und federt dadurch mit. Würde man beide Elemente getrennt betrachten, würden sie nicht funktionieren. Erst gemeinsam entstehen die Stabilität und der Komfort.

Jürgen Laub: Und manches entsteht tatsächlich zufällig. COR hatte bei einem Prototyp zwei Schrauben vergessen – plötzlich federte der Rücken leicht mit. Da haben wir sofort gesagt: Genau so lassen wir das.

Stuhl Kagu

Stuhl Kagu

Dominik Sengfelder: Sie sagten eben Sie möchten Alternativen statt Varianten zu schaffen.

Jürgen Laub: Ja, weil Menschen echte Wahlmöglichkeiten brauchen. Niemand braucht denselben Stuhl nur in fünf leicht unterschiedlichen Versionen. Eine Kollektion wird spannend, wenn unterschiedliche Charaktere entstehen.

Markus Jehs: Genau deshalb versuchen wir gemeinsam mit Herstellern wie COR langfristig zu denken. Es geht nicht nur darum, ein einzelnes neues Produkt zu machen. Es geht darum, eine Kollektion und letztlich auch eine Marke weiterzuentwickeln.

Dominik Sengfelder: Sie arbeiten weltweit. Spürt man Unterschiede zwischen Europa, Amerika oder Japan?

Jürgen Laub: Absolut. In den USA wird vieles pragmatischer gedacht. Schneller, direkter. Dort fehlt oft diese Tiefe im Detail, die wir in Europa kennen. In Japan ist es genau umgekehrt. Dort wird jedes Detail unglaublich ernst genommen, fast schon zelebriert…

Dominik Sengfelder: Sie sagten eben Sie möchten Alternativen statt Varianten zu schaffen.

Jürgen Laub: Ja, weil Menschen echte Wahlmöglichkeiten brauchen. Niemand braucht denselben Stuhl nur in fünf leicht unterschiedlichen Versionen. Eine Kollektion wird spannend, wenn unterschiedliche Charaktere entstehen.

Markus Jehs: Genau deshalb versuchen wir gemeinsam mit Herstellern wie COR langfristig zu denken. Es geht nicht nur darum, ein einzelnes neues Produkt zu machen. Es geht darum, eine Kollektion und letztlich auch eine Marke weiterzuentwickeln.

Dominik Sengfelder: Sie arbeiten weltweit. Spürt man Unterschiede zwischen Europa, Amerika oder Japan?

Jürgen Laub: Absolut. In den USA wird vieles pragmatischer gedacht. Schneller, direkter. Dort fehlt oft diese Tiefe im Detail, die wir in Europa kennen. In Japan ist es genau umgekehrt. Dort wird jedes Detail unglaublich ernst genommen, fast schon zelebriert…

Jürgen LaubJürgen Laub

Man muss Möbel wertschätzen können.

Dominik Sengfelder: Vielleicht geht es am Ende genau darum: Dinge wieder wertzuschätzen.

Jürgen Laub: Ja, unbedingt. Man muss Möbel wertschätzen können. Nur dann versteht man den Unterschied zwischen einem einfach her- und hingestellten Produkt und einem Entwurf, in den unglaublich viel Zeit, Erfahrung und Präzision geflossen ist.

Markus Jehs: Das ist wie beim Kochen. Man beschäftigt sich stundenlang mit Zutaten, Zubereitung und Details, und am Ende ist das Essen in zehn Minuten aufgegessen. Wichtig ist, dass man trotzdem versteht, wie viel Arbeit und Leidenschaft darin steckt. Der Kunde sieht am Ende nur das fertige Produkt. Aber wie viele Gedanken, Prototypen und Entscheidungen dahinterstecken, bleibt meistens unsichtbar.

Dominik Sengfelder: Und hier beginnt unsere Aufgabe – denn wir verstehen Sie und wissen Ihre Arbeit wirklich zu schätzen. Daher: danke.

Gutes Design entsteht also auch durch den Anspruch stets Dinge verbessern zu wollen, aber manchmal auch Fehler zu zulassen, wenn diese zur Verbesserung beitragen. Wann was der Fall ist, zeigt dann eben nur die Erfahrung.

Im ersten Teil unseres Gesprächs mit Jehs + Laub erfahren Sie mehr über die Denkweise des Designerduos, ihre Haltung zu Marken, Architektur sowie menschlichem Verhalten und die Entstehung ikonischer Entwürfe wie dem Bridge-Tisch.

Falls Sie Lust haben den Komfort von
Jalis oder Kagu selbst zu spüren, dann kommen Sie zu uns in unsere Ausstellung – wir haben Alles für Sie zum Sitzen bereit…

Kontakt

Dominik Sengfelder: Vielleicht geht es am Ende genau darum: Dinge wieder wertzuschätzen.

Jürgen Laub: Ja, unbedingt. Man muss Möbel wertschätzen können. Nur dann versteht man den Unterschied zwischen einem einfach her- und hingestellten Produkt und einem Entwurf, in den unglaublich viel Zeit, Erfahrung und Präzision geflossen ist.

Markus Jehs: Das ist wie beim Kochen. Man beschäftigt sich stundenlang mit Zutaten, Zubereitung und Details, und am Ende ist das Essen in zehn Minuten aufgegessen. Wichtig ist, dass man trotzdem versteht, wie viel Arbeit und Leidenschaft darin steckt. Der Kunde sieht am Ende nur das fertige Produkt. Aber wie viele Gedanken, Prototypen und Entscheidungen dahinterstecken, bleibt meistens unsichtbar.

Dominik Sengfelder: Und hier beginnt unsere Aufgabe – denn wir verstehen Sie und wissen Ihre Arbeit wirklich zu schätzen. Daher: danke.

Gutes Design entsteht also auch durch den Anspruch stets Dinge verbessern zu wollen, aber manchmal auch Fehler zu zulassen, wenn diese zur Verbesserung beitragen. Wann was der Fall ist, zeigt dann eben nur die Erfahrung.

Im ersten Teil unseres Gesprächs mit Jehs + Laub erfahren Sie mehr über die Denkweise des Designerduos, ihre Haltung zu Marken, Architektur sowie menschlichem Verhalten und die Entstehung ikonischer Entwürfe wie dem Bridge-Tisch.

Falls Sie Lust haben den Komfort von
Jalis oder Kagu selbst zu spüren, dann kommen Sie zu uns in unsere Ausstellung – wir haben Alles für Sie zum Sitzen bereit…

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